Im LGBTQ+ Portrait

Benjamin Näßler – Mr. Gay Germany 2020

Benjamin Näßler aus Frankfurt ist amtierender Mr. Gay Germany 2020 und das war für uns Anlass ihn zu einem kurzen Interview zu bitten. Unter anderem hat Benjamin seinen Titel auch mit seiner Kampagne „Doppelpass – Homosexualität im Fußball“ geholt. Jetzt mal ganz abgesehen von seiner überzeugenden Optik, tollen Ausstrahlung und seinem Wissen. Begonnen hat alles mit einer Online Bewerbung und einem Telefongespräch. Die TOP 12 dieser Vorausscheidung kommen ins Halbfinale – hieraus werden in verschiedenen Challenges die 5-6 Punktbesten auserkoren und kommen ins Finale welches traditionell auf der Heavenue, dem bunten Weihnachtsmarkt in Köln stattfindet. Hier stellen sich die Contestants stellen sich hier wiederum verschiedenen Aufgaben und werden von einer Jury bewertet – am Ende des Wochenendes steht er fest: der Mr. Gay Germany.

Aktuell hat Benjamin, der im normalen Leben seine Zeit mit Arbeit, Sport und Gassi gehen verbringt, eine Kampagne mitsamt einer Petition ins Leben gerufen: „Liebe kennt keine Pause – gegen Homophobie in Katar!“ – „Wir wollen damit erreichen, dass der DFB zur Fußball WM 2022 in Katar ein Zeichen der Solidarität setzt und ein Statement abgibt. In Katar steht auf Homosexualität aktuell noch bis zu 5 Jahre Gefängnis“, und das soll sich ändern, erklärt Benjamin im Interview. Unterstützt wird er dabei von einem Freund und seinem Mann Chris mit dem er seit 2009 zusammen und seit 2017 glücklich verheiratet ist. Ein Turnier im Sommer und weitere Aktionen wie eigene Trucks auf den diversen CSDs stehen am Plan.

Gemeinsam mit seinem Mann liebt es Benjamin zu verreisen. Ihre Hochzeitsreise haben Sie in Neuseeland verbracht und mit einem Camper das ganze Land entdeckt. „Das ist wirklich absolut empfehlenswert“, schwärmt er von diesem Erlebnis. „Früher sind wir pauschal in Urlaub gegangen, heute machen wir ein Abenteuer daraus!“ (Anmerkung: Genau nach unserem Geschmack – rainbowtravel.at steht für Urlaub nach Maß!). Post-Corona stehen Reiseziele wie Kanada und Afrika auf dem Plan. Hoffentlich lassen sich diese Träume schnell umsetzen.

Auch Benjamin haben wir nach seiner Botschaft für die LGBTQ+ Community gefragt: „Das wichtigste ist, dass jeder so leben soll wie er möchte und jeder so wie er ist gut ist. Keiner soll und muss sich für irgendjemand verstellen. Das ist es nicht wert, jeder ist gut wie er ist.“ Ein guter Gedanke, den sich hoffentlich ganz viele auch zu Herzen nehmen und darüber nachdenken – vor allem auch innerhalb der Community.

Wir wünschen Benjamin für seine Projekte alles erdenklich Gute und werden diese auf jeden Fall weiter verfolgen! Wichtig ist uns auch noch zu erwähnen, dass die Wahl zum Mr. Gay Germany kein Schönheitswettbewerb ist wie andere Miss oder Mister Wahlen. Es geht hier vor allem um Inhalte für die Community! Vielen Dank Benjamin für das sympathische Interview!
Beitrag: Alfred Holzknecht, Fotos: Weigangphotography, Picture People, Benjamin Näßler, Heavenue Cologne 

 

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Alfred Holzknecht

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